Kann ich so nicht beurteilen, weil ich ja nicht in der Situation dabei war.
Ist schon ein paar Jährchen her (nicht ewig lang, aber bevor Ellis hier einzog):
Wir waren in irgendeinem Kaff bei einem Ian Bruce-Konzert. Ich habe in der Pause alleine einen kleinen Spaziergang gemacht, um frische Luft zu schnappen. Es war dunkel bis auf wenige Straßenlaternen, alles ausgestorben.
Plötzlich rannte ein Riesenhund auf mich zu (Mastiff?), schwanzwedelnd, und ich dachte: "Wahnsinn, was für ein traumhaft schöner Hund!!!" Er war jung, freundlich, wunderwunderschön. Ich kraulte ihn am Kopf. Irgendwann kam sein Frauchen und entschuldigte sich tausendmal bei mir, was ich damals reichlich übertrieben fand. (Inzwischen verstehe ich sie.)
Wir gingen dann noch ein Weilchen zusammen spazieren und unterhielten uns. Auf die Idee, vor dem Hund Angst zu haben, wäre ich nie gekommen. Er sah für mich in keiner Weise unfreundlich oder bedrohlich aus - aber er hat mich auch nicht angesprungen. Dann hätte ich die Sache wahrscheinlich anders beurteilt (bzw. ich wäre hingeplumpst).
Angst vor Hunden habe ich erst, seit ich mit Ellis unterwegs bin.
An den Feldwegen gibt es Aussiedlerhöfe. Wir kamen da hin - ein freilaufender Schäferhund vorm Haus, weit und breit kein Mensch zu sehen. Ich dachte kurz nach, was zu tun wäre. Den ganzen Weg zurückgehen? Dazu hatte ich keine Lust. Also ging ich langsam weiter, sah ganz bewußt an dem Hund vorbei, um ihn ja nicht zu provozieren. Ellis wedelte mit dem Schwanz, er schnupperte kurz und ging dann zum Haus zurück.
Alles okay.
Was das Pfefferspray angeht, so bin ich der Meinung, daß man Waffen nur dann mitnehmen sollte, wenn man sie auch richtig beherrscht. Wenn ich ein Pfefferspray benutzen würde, bekäme garantiert
ich das ganze Zeug ins Auge, wenn ich es dann endlich aus meiner Tasche gekramt hätte.
